Selbstverletzung digital


Anzeichen ernst nehmen
Selbstverletzung digital

Hinter dem „Ritzen“ oder anderen Formen von Selbstverletzung stecken in aller Regel ernste seelische Probleme. Das gilt auch für eine neue, vor allem unter Jugendlichen verbreitete Art der Selbstverletzung: die digitale Selbstverletzung.

Selbst-Mobbing weit verbreitet

Sich selbst körperlichen Schmerz zuzufügen, um seelischen Schmerz loszuwerden – was erst mal paradox klingt, ist eine verbreitete „Bewältigungsstrategie“ bei negativen Gefühlen und starkem psychischen Druck. Ein ähnliches Prinzip scheint hinter dem Phänomen der digitalen Selbstverletzung („Digital Self-Harm“) zu stecken. Dabei veröffentlichen Jugendliche in sozialen Medien anonym selbstabwertende Kommentare.

Wie verbreitet ein solches Selbst-Mobbing ist, haben Studien aus den USA und Neuseeland gezeigt. Dort haben sich bis zu 10 Prozent (Florida) beziehungsweise 6 Prozent (Neuseeland) der untersuchten Jugendlichen schon einmal digital selbst verletzt. In den USA ist das Thema auch deswegen in den öffentlichen Fokus gerückt, weil sich eine 13-jährige Betroffene im Anschluss das Leben genommen hatte.

Suche nach Anerkennung

Was genau hinter digitaler Selbstverletzung steckt, versucht Dr. Monika Niehaus zu erklären. Sie ist Kinder- und Jugendärztin und Mitglied des Expertengremiums vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ): „Bei der digitalen Selbstverletzung hoffen Heranwachsende vermutlich, dass andere mit Gegenargumenten und positiven Äußerungen zu ihrer Person reagieren oder sie zumindest von anderen mehr Aufmerksamkeit erhalten.“

Verhalten nicht einfach ignorieren

Wenn Eltern vermuten, dass ihr Kind sich digital selbst verletzt, sollten sie dieses Verhalten unbedingt ernst nehmen. Denn oft wird die Selbstverletzung zu einer Gewohnheit. Da sie schnell Erleichterung bringt, lernen Kinder und Jugendliche nicht, sich gesündere Bewältigungsstrategien anzueignen. Doch egal, wie offen und behutsam Eltern das Gespräch suchen – oft ist es schwierig, einen Zugang zu den Betroffenen zu gewinnen. In diesem Fall kann es helfen, eine Kinder- oder Jugendärzt*in oder eine Psycholog*in hinzuzuziehen.

Quelle: Kinderärzte im Netz

Unsere Partnerapotheke

Franken-Apotheke
Coburger Straße 22
96465 Neustadt b. Coburg

zur Homepage

News

Antidepressiva schrittweise absetzen?
Eine Frau hält Antidepressiva in Tablettenform in der Hand.

Studie zu Symptomen

Viele Menschen nehmen zeitweise Antidepressiva – in Deutschland sind es etwa 8 bis 10 Prozent. Doch was passiert eigentlich, wenn die Betroffenen die Medikamente wieder absetzen möchten?   mehr

Hautreizung unter Windeln vermeiden
Blick auf die Windel eines Babys. Ob Baby oder Erwachsener, Hautpflege beugt Reizungen vor.

Ob Baby oder alter Mensch

Windeln halten Jung und Alt trocken, doch darunter kommt es durch den Kontakt mit Urin und Stuhl leicht zu Hautirritationen. Wie lässt sich vorbeugen?   mehr

Verhütung in der Perimenopause
Verhütung in der Perimenopause

Passt die Methode noch?

Nähert sich eine Frau den Wechseljahren, nimmt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft ab. Muss dann noch verhütet werden und wenn ja, mit welcher Methode?   mehr

Impfungen im Herbst
Impfungen im Herbst

Hochsaison für Infektionen

In der kalten Jahreszeit nehmen Atemwegsinfekte wieder zu. Für viele Menschen sind jetzt Impfungen empfohlen. Was hat sich geändert und wo gibt es gute Informationen?    mehr

Kühlkappe schützt die Haare
Kühlkappe schützt die Haare

Haarausfall bei Chemotherapie

Haarausfall ist eine belastende Nebenwirkung einer Chemotherapie. Durch eine Kühlung der Kopfhaut lässt sich der Haarausfall verringern – doch nicht alle profitieren.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im November

Dem Lipödem Einhalt gebieten

Dem Lipödem Einhalt gebieten

Von Kompression bis Liposuktion

Lipödeme sind nicht einfach eine Form von Übergewicht, sondern eine eigenständige Erkrankung. Neben ... Zum Ratgeber
Apotheke Am Moos
Inhaberin Astrid Süss
Telefon 09568/65 56
E-Mail info@apothekeammoos.de